Jetzt neu im Jamba-Sparabo: @KernerSat1

eigentlich hatte ich ja diese woche vor, über das neue, aaaaaatemberaubende vorabendprogramm auf rtl2 zu bloggen. erst “der kreuzfahrtkönig“, den der sender ohne vorwarnung inzwischen einfach auf den vormittag gelegt hat (ich glaube nicht, dass die “show” da mehr einschaltquoten bekommt), moderiert von jochen bendel - was weiß ich, wo sie den auf einmal wieder ausgegraben haben. anschließend dann “x-diaries“, ein abklatsch von atv’s “saturday night fever“, nur spielt es auf ibiza und sie haben noch eine hartz4-familie mit ins drehbuch geschrieben. manchmal frage ich mich echt, was in den köpfen der leute vorgeht, die so ne geschichten schreiben…

aber nein, man kann dem ganzen noch einen drauf setzen. besser gesagt, sat.1 kann dem ganzen noch einen drauf setzen. johannes b. kerner - oder auch “jbk“, wie freunde und alte zdf-zuschauer ihn nennen dürfen - setzte seinen datenschutzhut auf und philosophierte freudig mit dem “bundesbeauftragen für den datenschutz und die informationsfreiheit”, peter schaar, wie ich denn heutzutage jeden überwachen kann.

es fing an, mit der handyortung. ja - diese tollen dinger, die es auch im jamba-sparabo gibt. beispiel sollte ein weiblicher gast sein. sie sollte kerner ihr handy und ihre telefonnummer aushändigen und schon könne er sie orten. gesagt, getan. kerner gab die telefonnummer bei einem online-handy-ortungsdienst ein, bestätigte die sms, die er auf das handy der dame bekam und wollte eigentlich los legen. problem: das internet versagte. kerners frage daraufhin zu schaar: “kann das sein, dass der anbieter die seite jetzt schnell vom netz genommen hat, weil er gesehen hat, dass wir darüber berichten?”. das sei durchaus möglich und auch wahrscheinlich, war schaars antwort darauf. natürlich. klar. der anbieter hat angst davor, jetzt innerhalb weniger minuten abertausende klicks und wahrscheinlich neue klicks zu bekommen. kerners vermutung liegt nahe. dass einfach nur das wlan, das hauseigene netz oder gar die seite zusammen gebrochen ist - völlig unwahrscheinlich und undenkbar.

später klappte das “experiment” dann, und - welch wunder - die dame aus dem publikum wurde fast genau mit ihrem eigenen handy geortet. damit war bewiesen, dass jede/r jede/n überwachen kann, wenn er denn mal das handy in die hand bekommt und sich damit bei einem solchen dienst anmeldet. dass es dabei durchaus auch ungenau zugehen kann und die handyortung bei weitem nicht auf den punkt genau funktioniert, sondern der nächste sendefunkmast angepeilt wird, in dessen bereich sich das telefon gerade “eingewählt” hat, war zum beispiel eine scheinbar nicht erwähnenswerte info.

nächstes, großes datenschutzexperiment: das abhören des eigenen telefons. kerner gab einer weiteren jungen dame aus dem publikum ein handy, mit dem sie erst eine sms schreiben sollte. welch wunder, welch wunder, diese sms wurde dann auch auf kerners laptop dargestellt. es ging spektakulär weiter: sie sollte mit dem präparierten handy telefonieren. aaaaaaachtung: kerner konnte sie dabei abhören. eine sensation.

das ganze wurde gespickt mit dem bösen google-streetview und wie man sich denn dagegen wehren kann, dass sein haus dort drin auftaucht. ist ja auch schrecklich, das eigene haus bei streetview sehen zu können. dass das ganze mit google earth und co schon lange geht - egal.

ein weiteres, wirkliches highlight, war die vorführung, wie sich der haus-/wohnungsbesitzer denn gegen räuber und einbrecher schützen kann. zum beispiel mit sicheren fenstern. zugegeben, eine durchaus brauchbare info dabei. witzig im zusammenhang mit der ganzen handy-debatte: während der vorführung klingelte auf einmal ein mobiltelefon. wie sich herausstellte, war es das des sicherheitsexperten. aber, kerner wäre nicht kerner - und sat.1 nicht sat.1 - wenn sie dem ganzen nicht noch einen drauf setzen könnten. so stellte der kerner-sicherheitsexperte die passende schlafzimmertür vor. durch menschliche kraft nicht kaputtbar. mit den entsprechenden fenstern könnte sich nun also jeder im schlafzimmer einen kleinen panicroom bauen. ja nee… iss klaaa - und natürlich auch äußerst wichtig, für hans pimpelmoser aus hintertupfingen. zum abschluss der vorführung gab es noch eine nicht zu verachtene zusatzinfo von kerner: das schengener abkommen hieße ja nicht nur reise- sondern auch fluchtfreiheit.

zwischendurch gab es dann noch ein bisschen blindenfußball, was das jetzt mit der ganzen thematik des tages zu tun hatte, frag ich mich jetzt noch. vielleicht zur auflockerung?

egal, die ganze datenschutz-, überwachungs- und ortungsdebatte hatte eigentlich nur den sinn, um kerners neues spiel “wo ist sven” zu promoten. sein redakteur sven jachmann versucht, drei wochen lang in deutschland unterzutauchen. dafür hat er - nach kerners eigenen worten - “nur” 3.000 euro zur verfügung. jeden morgen im sat.1-frühstückfernsehen und irgendwann abends gibt es tipps, wo er sich grad aufhält. und natürlich im netz. das problem: seit der sendung gestern ist die dazugehörige seite down. der zur sendung gehörende twitter-account verkündete gestern abend noch, dass man das problem heute wohl bestimmt wieder im griff hätte. seit dem wurde nichts mehr getwittert. ach ja - wer sven findet, gewinnt übrigens 10.000 euro. eine live-schaltung zu sven per skype gab es auch noch. dabei äußerte er gleich bedenken, wer denn jetzt da gerade alles mithört und ihn versucht zu orten. deswegen benutzt er ja auch sein handy nicht. natürlich. jeder mensch auf der welt hat seine handynummer und natürlich auch auf seinem handy die ortungssoftware installiert, bzw. sein handy dafür freigeschaltet. und ja, ganz klar, ich weiß natürlich auch sofort, wenn sven mit seiner ec-karte bezahlt, wo er sich grad aufhält.
was bezweckt man bzw. kerner mit so einer sendung eigentlich? völlige verdummung der zuschauer? natürlich gibt es gefahren und auch datenschutzlecks. ganz vorne weg sei da zum beispiel natürlich auch noch mal zensursula in den raum geworfen. aber über so was muss man ja nicht berichten. hat ja mit kinderpornos zu tun. aber das “sven-projekt” hat ja “ernsthafte hintergründe” und wird natürlich auch “journalistisch begleitet”.

update: während ich den blogpost geschrieben hab, hat der kerner-twitter-account scheinbar ausgeschlafen, an der seite würde mit “hochdruck” gearbeitet… (ein hochdruck-reiniger wäre vielleicht sinnvoller)

update 2, 14:30 uhr: inzwischen scheint klar zu sein, warum die seite wo-ist-sven.de seit gestern abend nicht erreichbar ist. nicht der angebliche besucheransturm war schuld, nein, laut einer offiziellen stellungnahme sei man “offenbar opfer eines kriminellen akts geworden”. es hätte wohl eine “konzentrierte aktion von hackern” gegeben, die die seite lahm gelegt hat. auf der facebookseite der sendung ist zu lesen, dass die seite erst wieder zwischen 16 und 18 uhr online ist. ich würde sagen: der start ging in die hose. nicht nur die einschaltquoten waren schlecht, jetzt hat sie sogar dieses böse internetz überrollt.






In München steht ein Hofbräuhaus…

…das ich bis jetzt noch nicht gesehen hab. nein, wirklich nicht. ich bin jetzt eine woche in bayerns hauptstadt und war noch nicht im hofbräuhaus. gehen ja eh (fast) nur touristen hin, wurde mir gesagt. wie ich das ding in erinnerung hab, stimmt das auch. stattdessen war ich mit flo und seiner frau tamara in schwabing, in der clemensburg. sehr nettes, uriges lokal, mit sehr vernünftigen bierpreisen. ein großes helles gab’s zum beispiel für 2,70 euro.

ansonsten hab ich noch nicht so viel gesehen von münchen. bis auf das, was auf meinem täglichen, halbstündigen arbeitsweg liegt. also zum beispiel die isar, das isartor, die bayrische staatskanzlei und einen kleinen teil vom englischen garten. ach ja - und ikea, aber das liegt ja außerhalb.

letzte woche war einfach nicht das wetter dazu. hat teilweise echt geschüttet wie aus eimern. aber das machte auch nichts. hab ein nettes appartement in münchen-haidhausen, im sechsten stock, südbalkon. das heißt, ich kann sogar - wenn denn das wetter mitspielt, sogar ein bisschen was von den alpen sehen. das erfreut mein herz.

gebloggt hab ich in der letzten zeit sehr wenig, ich weiß. erst kam der urlaub, dann der “umzug” nach münchen. ich hoffe, ich komme jetzt wieder regelmäßiger dazu und kann meine eindrücke aus münchen noch etwas näher schildern. wenn am wochenende das wetter mitspielt, werde ich auch mal ein paar fotos von meiner umgebung machen, dass ihr euch mal ein bild machen könnt.

mein neuer arbeitsplatz ist auch wunderbar, macht spaß mit und für klaus eck zu arbeiten. nette kollegInnen und ein super arbeitsklima haben mir die eingewöhnung sehr einfach gemacht. beim pr-blogger werdet ihr in zukunft auch den einen oder anderen beitrag von mir lesen können - die “morgenwelt” kommt zum beispiel zur zeit von mir.

ich hoffe, das wetter hält jetzt mal einigermaßen und ich kann die künftigen wochenenden damit verbringen, münchen weiter zu erkunden. damit ich mich auskenne, wenn die wiesn ansteht! ;)






3 Jahre Graz - ein Rückblick

nun ist es also so weit. am wochenende geht es zurück nach deutschland. erst einmal zwei wochen urlaub in der hauptstadt und dann geht’s auch schon nach münchen. mein praktikum bei klaus eck steht vor der tür - und ich freu mich schon drauf!

wieder einmal musste ich erkennen, wie schnell die zeit vergeht. drei jahre sind verdammt kurz, auch wenn sie einem anfang wie eine halbe ewigkeit vorkommen. das “aktive” uni-leben liegt hinter mir - nach dem praktikum kommt zwar noch die diplomarbeit, aber vorlesungen stehen nicht mehr auf dem programm. ich kann rückblickend sagen, dass ich es nicht bereue, mich für dieses studium entschieden zu haben. auch wenn ich zugeben muss, dass ich dieses studium so oder so durchgezogen hätte - bin ja auch nicht mehr der jüngste. aber es war kein “durchziehen”, auch wenn ich zwischendurch durchaus ziemlich ausgebrannt war. das hatte ich aber weniger dem studium an sich zu verdanken, sondern eher einer person die meinte, ich würde ihn beruflich zerstören wollen. jemand der fehler nicht eingestehen wollte und deshalb bis ans äußerte ging. ich glaube, das war der härteste “kampf” bisher. als studiengangsprecher musste ich zwischen persönlichen, jahrgangsspezifischen, studentischen und fh-technischen meinungen und einstellungen abwägen. es ging mir nie um meine persönliche macht, ich wollte das beste für die studenten. und ich hoffe und glaube, es ist mir gelungen. der spagat war manchmal nicht einfach und ich habe es mir sicher auch mit ein paar studenten verscherzt, die nicht meiner meinung waren. aber alle hundertprozentig auf seiner seite haben, das geht sowieso nicht. gerade deswegen bin ich froh, dass mein jahrgang immer geschlossen hinter mir stand - danke dafür. ohne diesen rückhalt hätte ich - hätten WIR - sicher einiges nicht erreichen können.

in meinem jahrgang zählte ich zu den älteren - deutlich älteren - aber ich fühlte mich nicht so. wir hatten wirklich eine tolle gemeinschaft, die durch die vielen abgänge sicher noch enger zusammengeschweißt wurde. natürlich gibt/gab es auch hier immer wieder bestimmte gruppenbildungen, menschen die privat etwas mehr miteinander zu tun hatten. aber wenn es drauf ankam, waren wir eine einheit.

es waren interessante jahre in graz. es war ja nicht so, dass ich keine erfahrungen mit österreich und dessen “einwohnern” hatte - durch diese drei jahre habe ich das land und die leute aber noch mehr lieben und schätzen gelernt. natürlich prallt oft “die” deutsche mentalität auf “die” österreichische. natürlich hab ich mich oft gefragt, warum nicht mal ordentlich auf den tisch gehauen wird. warum da erst der eine oder andere “piefke” kommen muss, damit auch der rest den mund aufmacht und auf die barrikaden springt. natürlich hab ich oft über die “passt-schon-mentalität” geschimpft, mich gefragt, warum konflikten lieber aus dem weg gegangen wird, als sie offen anzusprechen. aber ich habe auch gesehen, dass es anders geht. nicht alle österreicher sind so, auch wenn es einem oft so vorkommt. ich glaube, gerade mit “unibrennt” im großen und “pro juk/jpr” im “kleinen” wurde gezeigt, dass es genug engagierte gibt, die sich trauen den mund aufzumachen.

ich habe durch mein studium viele interessante personen und projekte kennen gelernt. ich habe dieses blog - das anfangs rein privat für meine freunde gedacht war - zu einem der meist besuchten in österreich gemacht. mein twitter-account, den ich vor über zwei jahren während einer vorlesung von heinz gestartet habe, gehört zu den österreichischen top 100 - ich freue mich, dass es inzwischen über 1.100 follower interessiert, was ich so in 140 zeichen verzapfen kann. mit der facebook-fanseite von rauris knacke ich hoffentlich noch dieses jahr - oder, um es kurz österreichisch zu sagen: heuer - die 1.000er-marke. auch mit der wg3null haben meine beiden mitbewohner und ich ein kleines, feines und, wie ich finde, ansehnliches pr-projekt auf die beine gestellt. unser podcast “pott kaffe” hat teilweise über 4.000 downloads - und mit dem ganzen projekt haben wir uns ein paar parties finanzieren lassen oder auch einen teuren schlagbohrer bekommen. wir haben gezeigt, dass man in der heutigen zeit auch ohne finanzielle mittel etwas auf die beine stellen kann.
ich glaube, ich darf mich inzwischen als teil der österreichischen web-szene bezeichnen - oder zumindest fühlen. darauf bin ich stolz. ich habe viele barcamps besucht, ein paar auch mit-organisiert. die österreichische szene ist nicht so groß wie die deutsche - wie auch, bei “nur” 8,5 millionen einwohnern. aber genau das zeichnet sie aus. man kommt viel schneller ins gespräch, weil man sich halt schon öfter gesehen hat - und man kommt schneller dazu, gespräche auch zu vertiefen.

ich habe mich eigentlich nie - bis auf eine ausnahme - als “piefke” gefühlt. auch wenn ich mich immer sofort als dieser vorgestellt habe. und das schönste kompliment, dass ich einmal bekommen habe, war, als jemand meinte, “du bist eher ein austro-piefke”. vielleicht liegt es daran, dass ich mich schnell an “umgebungen” anpassen kann, vielleicht auch daran, dass ich mit österreich schon meine “erfahrung” hab - aber ich habe mich sofort herzlich aufgenommen gefühlt.

graz ist eine wunderschöne stadt. wie ich schon oft gesagt habe: nicht zu groß und nicht zu klein. graz will keine metropole sein. manchmal hab ich auch das gefühl, dass graz noch nicht mal die großstadt sein will, die es für österreichische verhältnisse ist. die “murmetropole” bietet viel, mit knapp 50.000 studenten ein super nachtleben mit verschiedensten clubs und events, aber auch traumhafte “rückzugsgebiete”, wie den großen stadtpark oder den schloßberg (auch wenn man da selten allein ist). zu festivals wie dem “elevate” oder “spring” bebt die ganze stadt und im sommer fühlt man sich wie in südeuropa. das klima hier ist wirklich nicht “österreichisch” (gut, dieses jahr vielleicht - aber das war ja fast überall so) und doch hat man die möglichkeit, schnell in den bergen zu sein. die steiermark an sich ist wirklich schön. gerade im frühjahr oder spätsommer, wenn es alle in die buschenschänke treibt.

und nun stehe ich hier und soll meine koffer packen. ich schieb’s noch ein bisschen vor mir her. ich muss zugeben, noch sträube ich mich ein bisschen. aber - wie schon am anfang gesagt - ich freue mich auf die neuen herausforderungen und aufgaben, die mich bei klaus erwarten. und ich freue mich drauf, wieder einmal eine neue stadt näher kennen lernen zu können. und letztendlich komm ich im februar ja auch schon wieder zurück - die diplomarbeit schreibt sich ja (leider) nicht von allein. es ist also (gott sei es gedankt) kein abschied für immer. und mal sehen, vielleicht bleib ich ja auch nach der diplomarbeit noch hier.






“Sommerparty - OIDA”

die öbb macht werbung für ihr sommerticket. und wie machen sie das? eigentlich gar nicht so blöd. sie springen mal schnell auf den “disco-pogo-kabinenparty”-zug auf und bringen ihren eigenen - ja, wie soll man diese “musikrichtung” eigentlich nennen?! - rumspring-scheiß-auf-text-hauptsache-schalalalala-song raus. “die atzen” haben es mit “das geht ab” und “disco pogo” vorgemacht, in österreich folgten “skero feat joyce muniz” mit ihrer “kabinenparty” und jetzt kommt die österreichische bundesbahn in gestalt von “serial g & edelmacho” und “sommerparty“.

warum auch nicht? das lied hat durchaus potential DER sommerhit der “rumspring-scheiß-auf-text-hauptsache-schalalala-liebhaber” zu werden. im song wird auf die worte “öbb” oder “sommerticket” verzichtet, lieber fällt ab und zu das wort “zug” und im video wird’s visuell noch ein bisschen ausgeschlachtet.

ich frage mich nur, ob es für die öbb nicht sinnvoller gewesen wäre, das video erst einmal ohne jegliches branding (also ohne am ende aufs sommerticket hinzuweisen) über youtube laufen zu lassen. ich bin mir sicher, es hätte sich auch so verbreitet. einen gratis-download gibt’s nur unter der bedingung, dass man den newsletter der öbb abonniert - und auch nur für die ersten 1.000 (noch sind wohl ein paar gratis-downloads verfügbar). bei musicload muss man 2,09 euro dafür bezahlen. ob da nicht ein genereller gratis-download mehr wirkung erzielen würde?

egal wie man zu dem lied steht (besonders beeindruckend finde ich die textstelle “zickezacke-luftmatratze”;)), die art, wie die öbb ihr sommerticket bewirbt, ist nicht schlecht. die zielgruppe der unter 26jährigen wird sicher zum großteil getroffen - ob nun positiv oder auch negativ. über den song und die aktion wird geredet - so oder so… (sehr zu “empfehlen” ist übrigens aus das “oidaboard, oida“)
nur bei einer sache bin ich mir nicht sicher: will die öbb wirklich dosenbier trinkende, feiernde, grölende jugendliche in ihren zügen? wirkt irgendwie zumindest im video so… OIDA! ;)






Uwe Seelers Vuvuzela #worldcup

schon beim confederations cup letztes jahr gingen mir diese dinger ziemlich auf den keks: vuvuzelas. ich weiß auch nicht, was daran gut sein soll, ständig ein ohrenbetäubendes tröten im stadion zu haben. eine geräuschkulisse ist gut, um eine mannschaft nach vorne zu peitschen, ja - aber diese tröterei?! ständig?! ohne pause?

mir gingen schon bei den hertha-spielen die fans auf den geist, die komische plastiktröten dabei hatten und sich unheimlich freuten, direkt neben mir in diese dinger tröten zu können. aber das war wenigstens eine kleine minderheit. die traten vereinzelt auf. diese vuvuzela-tröter kommen jetzt in rudeln - nein, sie sind eigentlich überall.

natürlich ist stille in einem stadion nicht gut. stimmungstechnisch. wobei man diese stille ohne weiteres auch als “dramaturgisches element” einsetzen kann - um danach zum beispiel noch lauter los zu legen. allerdings nicht mit tröten - nein, mit fangesängen oder schlachtrufen.

genau die sind es, die mir durch die vuvuzela abgehen. die fans der equipe tricolore haben es gestern versucht. ab und zu kam ihr “allez les bleus” auch durch. aber wirklich nur sehr vereinzelt. ich glaube ich habe es über das ganze spiel zwei oder drei mal wahrgenommen. das war auch alles. der rest war tröterei.

durch diese tröterei ist ja irgendwie auch keine steigerung möglich - die tröten ja durch. egal ob nun tor, foul, abseits oder rote karte.
und, bei allem respekt, wer wird denn bitte von ständiger tröterei motiviert? wen peitscht denn dieser ständige - und vor allem monotone - lärmpegel nach vorne? es über den fernseher hören zu müssen, ist ja schon nervig, aber wie muss das eigentlich im stadion sein? laufen die spieler mit oropax auf?

die afrikaner haben so nette gesänge, “trommeleien”, tänze - auf die hatte ich mich gefreut. und ich glaube die würden auch mehr spaß, freude und motivation bringen, als diese ständige tröterei.

einen kleinen witz haben sie: sie klingen, wenn man sie etwas vernuschelt ausspricht, wie uwe seeler - aber das wars auch schon.

heute gelernt: die Südafrikaner vergöttern Uwe Seeler mit den sogenannten uweseelas http://twitpic.com/1vv2g0less than a minute ago via Twitpic

und manch einen nerven die uwe seeler-witze jetzt schon mehr, als die tröten selbst… ;)






Ossi Urchs beim #prtag10 - “lern to listen!”

nachdem ich bei der keynote von ossi urchs beim diesjährigen pr-tag des prva war, hatte ich dank markus noch die gelegenheit ein kleines interview mit ihm zu machen und auch so noch ein bisschen zu reden. ich muss sagen, er hat mich beeindruckt. aber ich glaube nicht nur mich, auch viele andere teilnehmer.

der @ossiu ist ein sehr sympathischer und lustiger Digital Immigrant, da könnten sich ein paar Natives was abschneiden :) #prtag10less than a minute ago via Echofon


auch wenn ich glaube, dass er den einen oder die andere mit seinen ideen und wissen auch ein bisschen “überrannt” hat. aber ich hoffe viele der pr-fachleute, die gestern da waren, werden sich das eine oder andere zu herzen nehmen.

eine der vielen botschaften, die urchs im gepäck hatte, war: “jeder kommunikator muss lernen wieder mit menschlicher sprache zu sprechen!” und ja, wie oft stoße ich in pressemitteilungen oder pr-artikeln auf dieses typische “marketingsprech”. hochgestochene sprache, vollgepackt mit fremdwörtern oder “insiderwörtern”. ich kann mir dann immer nur schwer erklären, was damit ausgedrückt werden soll. aber auch so manch ein journalist hat da glaub ich oft den drang, höchst intelligent zu wirken, in dem er besonders geschwollen schreibt. mir wurde das beim radio “ausgetrieben” - “schreiben fürs hören”, der radiozuhörer kann nicht zurückblättern. der zeitungs- oder magazinleser kann das zwar, ich finde aber trotzdem, dass sich darauf nicht immer berufen werden sollte. warum muss ich meinem leser das zumuten, wenn es auch einfacher ginge? etwas widersprüchlich zu seiner botschaft war zwar der titel seiner präsentation “paradigmenwechsel: veränderung der medien und der kommunikation in der digital vernetzten welt” - aber das verzeih ich ihm jetzt einfach mal.

im interview, was ich nach seinem vortrag mit ihm gemacht hat, hab ich ihn gefragt, wie man seiner meinung nach diese marketingsprache aus den köpfen bekommt? twitter! er hätte beobachtet, wenn man den betroffenen sagt, sie sollen ihre botschaften doch einfach mal twittern, würden sie sehr schnell feststellen, dass ihre sprache nicht funktioniert oder verstanden wird. sie müssten “einfacher” sprechen. nämlich so, wie sie es jedem auf der straße erklären würden. ein netter ansatz meiner meinung. “twitter als sprachtherapie”…

allgemein ist dieses web 2.0 (oder social web oder wie auch immer man es bezeichnen möchte) für ossi urchs keine neue technologie. auch kein neues geschäftsmodell an sich (natürlich kann es in ihm neue modelle geben, aber auch die alten funktionieren durchaus auch dort). es ist auch kein “designtrend”, wie viele am anfang dachten. “web 2.0 ist im wesentlichen ein lifestyle”. ein lifestyle den die so genannten “digital natives” leben. jetzt lässt sich wahrlich darüber streiten, ob es diese digital natives (und deren gegenstück die “digital immigrants”) wirklich gibt und wenn ja, wie man sie definiert.

kurzer exkurs: ich hab mich übrigens zufällig in den letzten wochen selbst mit den so genannten digital natives und digital immigrants in meiner seminararbeit “digital natives, cybersex und emoticons” beschäftigt. wer es nachlesen möchte, die seminararbeit gibt’s hier kostenlos als pdf zum download.

zurück zum thema: es lässt sich aber definitiv nicht darüber streiten, dass sich das ganze kommunikationsmodell mit dem internet - und in dessen folge auch mit dem social web - verändert hat. das klassische sender-empfänger-modell wurde gesprengt, der empfänger kann nun auch sender sein. und “die digital natives sind die kunden und mitarbeiter von morgen” - oder sogar schon von heute? die beziehungen zwischen herstellern/produzenten und nutzern werden immer enger und: “wir sind keine zielgruppe - wir sind menschen. kommt endlich damit klar!”. dem ist nichts hinzuzufügen.

das internet vereint alle kommunikationsmöglichkeiten der “alten” massenmedien und macht es somit zum “hypermedium”. es ist nicht mehr ein massenmedium nach alter definition, es ist für urchs viel mehr “das schweizer messer kommunikation”. es ist dabei nicht entscheidend, wie viel wissen in einer gemeinschaft versammelt ist. was die eigene community nicht beantworten kann, wird eine andere beantworten. es ist auch nicht wichtig, wer im besitz des wissens ist, weil es immer untereinander ausgetauscht werden kann. viel interessanter ist die methode des wissenerwerbs. “die alten einbahnstraßen tragen uns heute nicht mehr”, die karten für alle an der kommunikation beteiligten werden neu gemischt. es beginnt ein völlig neues “spiel”. eine neue macht der kunden und konsumenten ist entstanden. unternehmen werden gezwungen, sich selbst durch die kundenbrille neu zu sehen.

und der kunde selbst kann zu einem integralen bestandteil des geschäftsmodells werden. sie apples appstore oder die apps für facebook. der kunde übernimmt hier für das unternehmen arbeit. entwickelt programme, stellt sie anderen zur verfügung. das unternehmen brauch diese nur noch zu verwalten. auch die so genannte “free-kultur”, die immer gern im zusammenhang mit dem namen “internetkultur” fällt, ist nicht der untergang für ein unternehmen, sondern kann auch ein sehr einbringendes geschäft sein - siehe google oder auch itunes, ein kostenloses programm, das inzwischen eigentlich auf (fast) jedem computer zu finden ist.

zwar gibt es immernoch viele die meinen, die massenmedien bleiben auch die nächsten 50 jahre noch “leitmedien” und werden auch durch dieses internetz nicht bedroht, doch sollte man sich darauf nicht verlassen. die mediennutzung ist im wandel. natürlich hat das fernsehen und die zeitungen immernoch riesen marktanteile und erreichen auch viele, aber gerade bei kindern und jugendlichen - also der generation, die von anfang an mit dem internet aufgewachsen ist - ist eine neue art der mediennutzung festzustellen. die traditionellen massenmedien werden zu nebenbeimedien. der fernseher läuft nur noch nebenbei - es ist viel interessanter, ob es nicht bei facebook einen neuen kommentar gibt, ob nicht ein freund gerade bei skype, icq, live messenger etc. online kommt oder ob es nicht ein neues lustiges video bei youtube gibt. es wird nicht mehr darauf gewartet, dass etwas neues präsentiert wird, im notfall wird es einfach selbst produziert.

zum abschluss hatte ossi urchs noch einen wertvollen tipp für die tägliche arbeit: “monitor - comment - post”, das sollte jeder kommunikator in der heutigen zeit beherrschen. “lern to listen - lernen sie wieder zuzuhören!”. und: “lernen sie von den jugendlichen, den digital natives”.

wer die ganze keynote von ossi urchs sehen möchte, kann dies übrigens hier tun. die mitschnitte von der abschlussdiskussion gibt es auf dem prva-youtube-channel.






Eine erste Zusammenfassung vom #prtag10

ich war gestern mal wieder in wien. der prva lud zum pr-tag 2010 und ich war eingeladen um von der veranstaltung live zu twittern und zu bloggen. thema dieses jahr: “pr ohne klassische medien? paradigmenwechsel in der kommunikation”. interessante gäste, ein spannendes thema und ein in österreich (und der twitter-szene) sehr bekannter moderato, armin wolf, ließen viel versprechen.

die erwartungen wurden allgemein auch durchaus erfüllt, wenn ich auch in einem bereich etwas ernüchtert wieder nach hause fuhr. für die meisten pr-leute vor ort ist social media nur “ein weiteres tool”, um mit kunden in kontakt zu treten. natürlich gebe ich vielen recht, die sagen, dass es auch noch in 20 jahren die klassischen medien weitergeben wird. ich verstehe, wenn sie meinen, dass sie die klassischen medien immernoch brauchen, um bestimmte zielgruppen zu erreichen. aber ich verstehe nicht, wenn sie der meinung wären, man könnte dieses thema “aussitzen” und ehrlich der meinung sind, dass die klassischen medien die “neuen” medien wieder verdrängen werden.

zu beginn der veranstaltung wurden ein paar kurze interviews mit pr-verantwortlichen mehrerer firmen gezeigt. grundtenor: facebook und twitter sind schön und nett. beruflich wird es genutzt, privat lässt man lieber die finger davon (unter anderem kam “das” datenschutzargument). niemand MUSS twittern oder auf facebook sein, natürlich nicht. warum auch. die frage die sich mir nur da spontan stellte: wenn ich es privat für unsinn halte, kann ich es dann auch beruflich vernünftig einsetzen? macht es sinn jemanden dazu zu “zwingen” für die firma zu twittern, wenn die person es privat für schwachsinn hält?

der film zeigte sehr schön, wie sich im laufe des tages herausstellte, auch die grundhaltung der meisten anwesenden. “social media ist nett, wir wissen, dass wir da jemanden erreichen, also dabei sein müssen, aber verstehen tun wir das ganze nicht. und wirklich ernst nehmen auch nicht…” bezeichnend war dafür auch die frage nach einer (größeren) firma in österreich, die social media vernünftig betreibt. betretenes schweigen. keinem fiel eine antwort ein.

ich musste feststellen, dass die (österreichische) pr-branche noch lange nicht so weit ist, wie sie sich gern verkauft. da wurde zum beispiel die “wahlkampagne” vom bundespräsidenten heinz fischer hochgehalten. aber bitte, war das eine so große “social media”-kampagne? oder ist alles gleich eine social-media-kampagne, nur weil bei youtube ein video hochgeladen wird? ich habe von der “heifi2010″-kampagne eher weniger mitbekommen - oder bin ich da eine ausnahme?

ein weiterer punkt, der bezeichnend dafür war, dass in der branche das ganze thema eher als ein lustiger nebenspielort gesehen wird, war wieder einmal das argument, dass auf twitter eh nur schwachsinn steht. lena twitterte:

Das ist nett @schneeengel sitzt hinter mir ;) #prtag10less than a minute ago via Osfoora HD


dies wurde natürlich sofort von einer der weiblichen pannelleiterinnen (ich weiß leider nicht mehr genau, wer es war) aufgenommen, zitiert und damit “bewiesen”, was denn da den ganzen tag über für schwachsinn läuft. das dies zwar sicher nicht unbedingt ein tweet mit herausragendem informationswert ist, möchte ich nicht anzweifeln (wobei es natürlich schon wichtig zu wissen ist, wo sich der @schneeengel grad befindet…;)). dass aber während der ganzen veranstaltung über twitter diskutiert wurde - vor allem auch mit nicht anwesenden -, dass durch twitter andere leute über die veranstaltung und deren inhalte informiert wurden, wurde einfach einmal außen vor gelassen bzw. nicht gesehen.

besonders gut gefallen, hat mir ossi urchs, dem ich deswegen (und um diesen blogpost nicht noch länger werden zu lassen) auch einen extra post widmen werde.

weitere infos zum pr-tag 2010 gibt’s inzwischen unter anderem beim standard und natürlich sind die twitter-aktivitäten entweder über twitter selbst oder auch die twitterwall nachzuverfolgen.






Barcamp Graz wird größer als gedacht #bcg10

graz wird am wochenende wieder einmal von zahlreichen web-affinen menschen (und auch denen, die es noch werden wollen) heimgesucht. ziel ist das barcamp graz - kurz “bcg10″. vier barcamps haben sich hier zu einem großen zusammengeschlossen und wollen möglichst viele erreichen. mit dem wissens-, dem design-, deim i- und dem politcamp wird auf jeden fall ein sehr breites themen- und interessensgebiet abgedeckt.

184 anmeldungen kann das barcamp bis heute schon verbuchen. damit werden meine erwartungen bis jetzt auf jeden fall mehr als übertroffen. rechnet man ein paar so genannte “no-shows” mit ein - also die leute, die sich zwar eintragen, aber dann doch nicht kommen - gehe ich von 150 teilnehmern aus. vielleicht sogar noch mehr - ein paar haben mir schon gesagt, dass sie spontan entscheiden werden, ob sie kommen oder nicht.

ich bin unter anderem mit im organisationsteam und muss sagen, dass es eine sehr angenehme arbeit war. viele sehr motivierte menschen, die sehr viel zeit und energie in die organisation gesteckt haben. entstanden ist ein wirklich gut finanziertes barcamp mit einer schönen eigenen webseite, mit flyern, t-shirt, aufklebern (und was noch alles dazu gehört) und einer top location in der grazer innenstadt.

ich möchte mich bei allen mitwirkenden vom orga-team und allen, die uns finanziell oder anderweitig unterstützen auf jeden fall schon mal bedanken. und vielleicht findet sich ja noch der ein oder andere, für den das barcamp graz etwas ist? anmeldungen werden noch entgegen genommen! ;)

ich freue mich schon auf barcamp, auf anregende diskussionen, tolle vorträge und vor allem auch auf viele nette menschen. wenn ich auf die anmeldeliste schaue, sehe ich auf jeden fall viele bekannte “gesichter”. ich werde auch mich mit ein oder zwei vorträgen beteiligen. unter anderem will ich über geo-location-networks wie foursquare und gowalla diskutieren.
mehr infos zum barcamp bekommt ihr im barcamp-wiki, auf der homepage oder auch bei facebook. der offizielle twitter-hashtag ist “bcg10″.






Wahlkampf zu Lasten der Studenten #projukjpr

“sp-agenten” sind wir also. wir, die journalismus- und pr-studenten der fh joanneum. so titelte zumindest am 30.04. die “weiß-grüne tagespost”. ein blatt der övp, für mich eigentlich nicht mehr als ein partei-propaganda-blatt. vielleicht sollte man sich über solche sachen ebenso wenig aufregen, wie über manche berichte in der bild. doch zeigt diese ausgabe eindrucksvoll, wie eine geschichte, die die fh joanneum, mehrere zeitungen und das gericht derzeit beschäftigen, ohne rücksicht auf verluste für den kommenden wahlkampf ausgeschlachtet werden soll.

im impressum dieses gratis-blattes steht:

Die „weiß-grüne Tagespost“ fühlt sich insbesondere den Bewohnern des Landes
Steiermark und deren Anliegen verpflichtet.

ich habe eher das gefühl, dass sich diese tagespost viel mehr den politischen interessen einer partei verpflichtet fühlt, als dessen bewohnern. oder zählen die studenten nicht als bewohner des landes? aber wenigstens steht nicht so was drin, wie: “überparteilich” oder “neutral”.
der artikel beruft sich wieder einmal auf eine anzeige, die derzeit die staatsanwaltschaft graz beschäftigt. der studiengangleiter soll bei aufnahmetests “politische günstlinge” bevorzugt haben. ebenfalls wird in der anzeige darauf eingegangen, dass es “spezialaufträge” für die spö gegeben habe. die tagespost bezeichnet den studiengang als “wahlkampf-departement für vollath, grossmann voves und co”. wie ich schon erläutert habe ein vorwurf, der seines gleichen sucht.

komisch ist nur, dass doch die övp wissen müsste, dass es auch solche “spezialaufträge” für die eigene partei gab. für die spö wurden mehrere beiträge vom parteitag abgefilmt, für die övp mehrere beiträge vom “dienstalk” (und die sachen für die wkö lassen wir hier mal ganz raus). wird aber vorsichtshalber vom autor (der sich nicht zu erkennen gibt) verschwiegen. dann könnte ja das ganze ominöse konstrukt in sich zusammen fallen…

auch interessant, dass geschrieben wird, “der studiengangleiter war für die tagespost nicht erreichbar”. war da jemand zu faul anzurufen und nachzurecherchieren? denn: nach eigenen angaben, hat der studiengangleiter keinen anruf in abwesenheit von dieser redaktion. außerdem wird geschrieben, dass “bewerber” ihm die fälschungen vorwerfen. so weit ich weiß, will der mandant, für den der anwalt die anzeige bei der staatsanwaltschaft eingebracht hat, anonym bleiben. oder weiß die tagespost da mehr? wäre interessant. denn ansonsten hat sich, so weit ich weiß, bis jetzt noch kein bewerber zu wort gemeldet.
aber es ist unübersehbar, wie dieser fall jetzt immer mehr von der politik für die eigenen interessen ausgeschlachtet wird. oder warum stellte die kpö eine irrwitzige anfrage wegen mobbings an den landtag? oder die fpö und die grünen sogar an den nationalrat? warum ruft mich, den studiengangsprecher, auf einmal das bzö an und bietet hilfe an? ja, und warum kommt dann auf einmal so ein artikel in einem “parteiblatt”, bei dem man noch nicht mal ansatzweise von objektivität sprechen kann?

ich kann nur eins sagen: alles geht zu lasten der studenten. sie werden dort hingestellt, als ob sie ihr ganzes studium lang nichts anderes lernen, als parteipropaganda für die spö zu machen und sowieso nicht die geeignetesten kandidaten waren. denn letztendlich hätte ja nur die finanzkraft oder das parteibuch gezählt. so ein vorwurf könnte wirklich in die richtung einer rufschädigung gehen - bedenke man nur, dass jemand später gern in die politische berichterstattung gehen würde.
vielleicht könnte man ja mal ein paar angebliche günstlinge nennen? ach nein - so was muss man ja nicht. einfach mal ein paar behauptungen in den raum schmeißen. wozu beweise? kampagnen funktionieren ohne beweise ja viel besser. schließlich könnte man ja sonst feststellen, dass da irgendwo der wurm drin ist. lieber wirft man anderen kampagnen vor. geht ja viel einfacher.
hintergründe zu den vorwürfen gibt es übrigens über “pro juk/jpr“. eine von studenten und absolventen gegründete initiative, die der öffentlichen rufschädigung des studiengangs entgegen tritt und inzwischen schon 250 fans bei facebook hat. über das dazugehörige blog ist auch eine stellungnahme der studenten und absolventen veröffentlicht worden, die bereits knapp 80 unterschriften gesammelt hat.






FH-Streitereien erreichen nun auch Politik #projukjpr

gestern bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, dass eine schriftliche anfrage an die landesrätin elisabeth grossmann gestellt wurde. es geht um “mobbing an der fh joanneum”. in dieser anfrage ist davon die rede, dass ein angestellter “unter fragwürdigen umständen” gekündigt wurde. ein umstand, der mich sofort hellhörig werden ließ. gestellt wurde die anfrage von der kpö - genauer gesagt von den abgeordneten murgg, kaltenegger und pacher.

ich habe es mir nicht nehmen lassen und aufgrund der anfrage der frau landesrätin eine mail zu schreiben. vor allem die fragwürdigen umstände wollte ich nicht so stehen lassen.

Sehr geehrte Frau Landesrätin,

mit Erstaunen musste ich feststellen, dass die KPÖ eine Anfrage an Sie gestellt hat bezüglich Mobbings eines Mitarbeiters der FH JOANNEUM.

Ich bin Studiengangsprecher des - in letzter Zeit oft genannten - Studiengangs “Journalismus und Unternehmenskommunikation” bzw. “PR”. Ich würde Sie gern über ein paar Hintergründe aufklären.

Der genannte Mitarbeiter ist keines Wegs “unter fragwürdigen Umständen” gekündigt worden. Er ist gekündigt worden, weil Studenten massive Probleme mit ihm hatten, ihn nicht nur fachlich kritisierten, sondern auch seine pädagogische Kompetenz in Frage stellten. Seit seiner Anstellung im Jahr 2007 gab es Probleme zwischen ihm und Studenten. Von Semester zu Semester nahmen diese Probleme zu und gipfelten schließlich in der Drohung des Boykott seiner Lehrveranstaltungen, ausgesprochen von einem ganzen Jahrgang (JUK07).

Als Studiengangsprecher und Jahrgangsprecher des entsprechenden Jahrgangs, war ich von Anfang an in die Konflikte involviert und vertrat die Interessen meiner Studenten. Hier vermutete der genannte Lehrende eine Verschwörung durch meine Person. Er behauptete, ich würde das ganze forcieren wollen und warf mir - in meiner Funktion als Studierendenvertreter - eine Rufmordkampagne vor.

Jetzt führt dieser Lehrende einen Prozess gegen die Kündigung und versucht sich offensichtlich als Mobbingopfer darzustellen. Allerdings vermutet er diesmal kein Mobbing von meiner Person, sondern suchte sich erst einen seiner Kollegen und jetzt schießt er auf einmal gegen den Studiengangleiter.

Parallel zum Prozess wurde den Medien und verschiedensten Institutionen (unter anderem dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, dem Fachhochschulrat und dem Aufsichtsrat der FH JOANNEUM) vom Anwalt des Lehrenden ein fragwürdiges Konvolut zugespielt, in denen er zahlreiche Vorwürfe gegebenüber der FH und dessen Mitarbeiter erhebt. Ebenfalls wurde von einem weiteren Anwalt eine Strafanzeige gegen den Studiengangleiter gestellt, in dem diesem Korruption und Manipulation vorgeworfen wird. Den Namen seines Mandanten hält der Anwalt geheim. Die Vermutung liegt nahe, dass mit diesen Aktionen der Prozess beeinflusst werden soll.

Uns Studierenden ist keine Form des Mobbings gegebenüber dem gekündigten, noch gegenüber eines anderen Lehrenden bekannt. Ich persönlich halte diese Behauptungen auch für völlig absurd. Der gekündigte wurde hauptsächlich von uns kritisiert, weil er uns keine qualitativ hochwertige Lehre bot.

Die Studierenden haben übrigens aufgrund der in der letzten Woche veröffentlichten Artikel im Internet die Initiative “Pro JUK/JPR” gegründet: http://facebook.com/projukjpr - hier bekommen Sie weitere Hintergründe - auch Links zu Blogs von Studierenden und Mitarbeitern.

[…]

ich habe einfach vorausgesetzt, dass es sich bei dem angeblichen mobbingopfer nur um den entsprechenden lehrenden handeln kann. eine andere person ist mir im haus nämlich nicht bekannt.

die anfrage sollte heute behandelt werden, allerdings kam sie heute - nach meinen informationen - nicht auf den tisch, sondern wurde auf den schriftweg verwiesen. eine ähnliche mail habe ich auch an kaltenegger geschrieben und ihn unter anderem auch gefragt, woher er seine mobbing-informationen bezieht. eine antwort habe ich bis jetzt noch nicht erhalten.