Tourismuscamp 2010 – Twittersession #tc10

gleich die erste session war doch was für mich: “twitter-bashing” – da dürfte ich als bekennender twitter-lover nicht fehlen. benjamin trug zum anfang einen blogpost vor, in dem sätze fallen, wie z.b.: “twitter ist der höhepunkt der belanglosigkeiten”.

und ja, ich gebe recht, manchmal kann es einem so vorkommen – wenn man denn nur den belanglosen folgt. ich persönlich habe zum beispiel über twitter schon einige tipps, nützliche links und auch jobangebote bekommen – aber das nur nebenbei. letztendlich ging es um der session darum, wie man denn für destinationen, tourismusbetriebe oder auch reiseveranstalter twittern kann/sollte und was es einem bringt.

hauptfrage, die hier immer wieder aufkam: wie messe ich den erfolg bei twitter? follower? listeneinträge? buchungen? anzahl der retweets?
benjamin hat über twitter eine direkte buchung für beauty24 verzeichnen können – und das über seinen privaten account. aber ist das so wichtig, zählen hier wirklich nur buchungen? klar, der kosten-nutzen-faktor wird dann sofort wieder genannt. aber kann ich den bei twitter so genau berechnen? darf ich das überhaupt. schließlich habe ich mit twitter ja auch einen anderen – nicht unbedingt in geld umrechenbaren nutzen. neue kontakte, kundenpflege, kundenbetreuung, imageaufbau, marketingtool – ich bekomme passende links (wenn ich den “den richtigen” folge) und und und. das argument “twitter nimmt so viel zeit in anspruch”, kann ich persönlich auch nicht bestätigen. twitter nimmt nur viel zeit in anspruch, wenn man es nicht vernünftig monitort. ich habe ein paar hashtags, bei denen ich per tweetdeck informiert werde, wenn sie auftauchen – und somit auch wirklich aktiv verfolge. den “normalen” stream verfolge ich nur sehr selten wirklich aktiv und durchgängig. auf der anderen seite erwarte ich auch nicht von einem unternehmen, dass alle stunde dort ein tweet raus geht – wobei so ein tweet auch nicht wirklich viel zeit in anspruch nimmt (und wie oft werden innerhalb von der arbeitszeit private sms geschrieben?).

wenn personen hinter dem twitter-account stehen, die sagen, “ich mach das nur beruflich – privat finde ich es bullshit”, stellt sich mir auch die frage, ob da die richtige person dafür zuständig ist. um “richtig” zu twittern muss einem das auch gefallen, was man da macht (ist aber bei pressemeldungen, broschüren etc nach auch nicht anders).

was für mich einen twitter-account unattraktiv macht, ist der einsatz als pure verlinkungsmaschine zum blog/zur webseite. dann kann ich auch den rss-feed lesen. für mich ist wichtig zu sehen, dass dahinter ein mensch sitzt. authenzität ist hier das stichwort. es ist auch kein problem, auf andere interessante themen zu dem gebiet auf das ich mich spezialisiert habe (zum beispiel wellness), hinzuweisen.

konkret am beispiel beauty24 (die wellness-reisen verkaufen) hieße das zum beispiel auch, durch den twitter-account auf wellnessprodukte aufmerksam zu machen, die gut sind. ich würde meinen fokus gar nicht unbedingt auf wellness-reisen (und den verkauf genau dieser) legen. wenn ich über den account als wellness-interessierter gute produkte kennen lerne, dann sehe ich: die kennen sich aus! dann gewinne ich vertrauen und wende mich sicher auch bei einer geplanten reise an sie.

abschließend würde ich sagen: twitter lässt sich nicht so einfach in eine kosten-nutzung-rechnung integrieren, wie zum beispiel eine zeitung. muss es das denn überhaupt? auch hier ist ein umdenken nötig. ein guter twitter-account ist werbung für das unternehmen/die destination – werbung, die vielleicht zeit in anspruch nimmt, aber sonst nichts kostet (auch wenn zeit = geld ist). aber, was kostet z.b. eine anzeige in der zeitung – und wie bekomme ich heraus, wer genau wegen dieser anzeige gebucht hat (jetzt mal promotionscodes ausgenommen)?!

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2 Responses to “Tourismuscamp 2010 – Twittersession #tc10”

  1. Benjamin says:

    Hi Jochen,
    Schöner Beitrag – gibt meine Meinung wieder. War ‘ne gute Diskussion so wie ich es mir gewpünscht hatte. Danke für’s aktive mitmachen!
    Grüße!
    Benjamin

  2. schneeengel says:

    naja… beim thema twitter kann ich einfach nicht ruhig bleiben! 😉

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